15./16. Tag – Kumily
Wegen der vielen Entbehrungen, die Mandy ueber sich ergehen lassen muss, war unser naechster Stopp gleich fuer 2 Tage in der Naehe des Periyar Wildlife Sanctuary in den Bergen mit unzaehligen Elefanten und auch Tigern. Dazu haben wir uns in einem kleinen Bungalow inmitten von Bambushuetten und sogar mit Hochsitz einquartiert. Ein ganz lauschiges Plaetzchen…
Morgens bei Sonnenaufgang war Wecken angesagt und Tickets fuer die erste Bootstour durch den Park organisiert. Alternativ waehre auch ne Jeep-Safarie oder ein mehrtaegiger Trekking-Trip moeglich gewesen, aber Zeit- und Geldmangel liessen das nicht zu. Mandy sollte wohl auch so IHRE Elefanten sehen. Am Ende der Tour standen mal grade 3 Elefanten von hinten zwischen den Baeumen, 2 Wildschweine, ein paar Piepmaetze auf unserer Abschussliste. Also ehrlich, um einen Elefantenhintern zu sehen, haette ich nicht so frueh aufstehen muessen…
Da ich Mandy aber tagelang nur mit wagen Versprechungen bei Laune halten konnte, haben wir am Nachmittag dann einen Elefantenritt gemacht. Mandy war happy, hat jeden Preis gezahlt und dem Tier auch noch nen ueberdimensionierten Obstsalat gesponsort…mit ganzen Kuerbissen und Ananas. Ich dagegen bekomme nur ein pappiges Toast mit Ruebenzuckerersatz zum Fruehstueck und dazu ein nicht naeher definiertes Heissgetraenk…soviel zu den Prioritaeten.
Auch hier gibt es wieder zahlreiche Souveniershops und Mandy hat auch schon einen Verkaeufer in ihr Herz geschlossen, an dem wir schon 20 mal vorbeigelaufen sind und immer wieder vertroestet haben. Irgendwann sind wir dann doch mal rein. Woher wir kämen? Deutschland… Ah, Deutschland ist gut. Vor allem wegen der Geschichte und so… und Hitler. Haben erwaehnt, dass er bereits verstorben ist. Der Verkaeufer schaut etwas bedrueckt. Er spricht auch nicht so gut englisch. Wir kaufen mir dann noch ne Kette. Den Vorschlag, sein Dorf fuer einige Tage zu besuchen schlagen wir aber aus.
Am Abend sind wir noch schnell auf einen Saft in ein naheliegendes Restaurant. Auf meine vorsichtige Frage, ob es denn auch Bier gaebe, zischte der Kellner nur und gab mir zu verstehen, dass ich leise sein sollte. Dann rief er den Manager. Der fragte auch, was ich wuensche… ich wiederholte meine Frage und auch er zischte und legte seinen Zeigefinger auf den Mund. Dann baten sie uns “nach unten” zu folgen?!
Dort war ein zweiter Raum. Der Kellner bueckte sich hinter eine Bar und brachte mir einen Kaffeepott… randvoll mit Bier. Wir mussten schmunzeln, er auch. Bald darauf kamen noch andere Gaeste, die ebenfalls diese auffaelligen Becher serviert bekamen.
Am zweiten Tag haben wir uns dann noch einen Gewuerzgarten angesehen. Die Gegend in den Bergen ist voll von Gewuerz- Kaffee- und Teeplantagen. Dort haben wir uns alles sehr genau erklaeren lassen und natuerlich alle toll duften Gewuerze, die man bei uns nur vom Hoerensagen aus dem Maggi-Kochstudio kennt, in ihrer Reinform an Baeumen, Straeuchern und im Boden begutachtet. Und weil wir noch etwa 400g in unserem zulaessigen Reisegepaeck offen hatten, diese mit einigen Proben aufgefuellt.
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