Nightbus to Hell

Vor unserer Fahrt mit dem Bus wollten wir noch schnell was essen und sind in eines der unzaeligen Vegi-Restaurants gegenagen. Wie sooft verstand man uns und wir die Erlauterunges des Kellners nicht… also wie bisher nach dem Gluecksrad-Prinzip ein paar Gerichte ausgwaelt. Bei jeder Bestellung dieser typische Wackeldackel-Kopfbewegung, die ich mit einem NEIN interpretieren wuerde. Aber bei jedem Nachfragen kam als Antwort „available“. Na schoen, dann eben alles!

Der Kellner war sichtlich angetan, dass uns alles so gut schmeckte und wir schon beinahe professionell mit den Haenden essen. Da hat er uns noch ein weiteres, super leckeres Essen empfohlen…und wir dankend angenommen.

Voellig platt sind wir dann zum Busbahnhof…also einem kleinen Laden an der Hauptstrasse. Der Bus war entgegen unseren Befuerchtungen ganz ok und hatte sogar Kojen (sleeper bus). Gluecklicherweise hatten wir zusammen ne Doppelkoje erwischt. Das versprach endlich mal ne angenehme Nacht.

Leider wehrte die Euphorie nur kurz, denn wir hatten die miserable Strassenqualitaet unterschaetzt. Und nicht nur das. Der Expressbus zwischen zwei Millionenstaedten scherte sich wenig darum und fuhr erst gar nicht auf einer, sondern quer durch die Pampa. Widerholt lag mein Koeper quer in der Luft und bin dauernd gegen die Wand geschleudert. Hab krampfhaft versucht, mich mit Haenden und Fuessen einzukeilen, aber ohne Erfolg. Mit dem vollen Bauch war an liegen nicht zu denken, also grosse Tuete raus und hingesetzt.

Ein Stopp auf der 8-stuendigen Fahrt war uebrigens auch nicht vorgesehen. In dieser Hinsicht hat eine Zugfahrt erhebliche Vorteile, auch wenn jeder Halt gleich 20 min dauert, weil sich Heerscharen von Tee-, Snack- oder Guertelverkaeufern durch den Zug draengeln. Einmal hielten wir dann aber doch. Ursache war allerdings ein sehr mehrkwuerdiges Geraeusch und der Busfahrer dachte wohl an einen Defekt, klopfte den Bus notduerfig ab und als offensichtlich nichts lose war gings weiter.

Mit heftigen Rueckenschmerzen aber gesundem Magen in Madurai angekommen schnell noch ein Curry-Dosa-Fruehstueck und weiter mit dem Lokalbus in die Berge zum Peryar-Nationalpark. Wollten ja unbedingt Elefanten sehen…

~ von goindia am 28. März 2007.

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