Wir sind gut in Delhi gelandet!!!!!!!!!!
Das ist aber auch so ziemlich das einzige positive, was es derzeit zu berichten gibt. Delhi ist in etwa so (schrecklich) wie wir es erwartet haben… laut, voll, schmutzig, arm.
Unsere erste Nacht haben wir ueberstanden – geschlafen leider nicht. Das Hotel war soweit ok, nachts um halb 2 auch nichts anderes zu kriegen. Leider hatten sich zu unserer Freude einige Tauben in unserer stillgelegten Klimaanlage eingenistet. Zusammen mit dem nervtoetenden Tropfen des Wasserhahns haben sie uns den Schlaf geraubt. Aber auch nicht so wild, denn puenktlich um 7.00 Uhr frueh haben die begonnen das Hotel abzureissen – ueber uns haemmerten Meissel und vor dem Haus ein Generatorwagen! Diese uebertoenten den bis dato typischen India-Sound der hupenden Autos. Wohlgemerkt es war Sonntag frueh!
Tag 1 – Delhi
Zuerst wollten wir uns ein paar zusaetzliche Tipps in einem Tourist-Office nebenan holen und taten uns schwer, den Offerten des „netten“ Menschen zu widerstehen. Dieser hatte natuerlich die besten Routenvorschlaege und besten Preise fuer eine Tour durch Rajasthan – mit einem von ihm gebuchten Auto und Fahrer. Unsere Wuensche nach Infos zum Erhalt von Zugtickets ueberhoerte er konsequent.
Auf dem Weg zum Bahnhof wurde uns leider bewusst, dass dieser Sonntags nur bis Mittag geoeffnet hat und daher keine Tickets mehr zu erstehen seien. Also nahmen wir die Hilfe eines weiteren Tourist-Office in Anspruch. Noch besser, offizieller und billiger als das davor… ca. 2h Diskutieren, dass wir unseren Trip allein arrangieren wollten und lediglich einige nuetzliche Tipps braeuchten und Auschlagen aller Angebote von organisierten Autotouren. Auf den hoechst offiziellen Hinweis (direkt vom Sonderbeauftragten des Tourism-Ministeriums), dass es unmoeglich sei, Zugtickets einen Tag im Voraus reservieren zu lassen, haben wir uns schliesslich „helfen“ lassen. Also werden unsere Tickets und Hotels fuer die ersten Tage organisiert, was uns angeblich eine Menge Zeit und Aerger erspart. Naja… wir wollen uns ja erstmal orientieren. So vergingder erste Tag mit reden, reden, reden… ohne Schlaf und bis dato ohne Essen, dafuer mit einigen unplanmaessigen Stops an Souvenierlaeden, die gaaaanz zufaellig auf dem Weg zu einem Restaurant lagen.
Tag 2 – (immernoch) Delhi:
Den gewonnenen zusaetzlichen tag in Delhi wollten wir fuer einige Besichtigungen nutzen.Das Red Fortstand ganz oben auf unserer Wunschliste. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass es Montags (und nur Montags!) geschlossen hat.
Laut Reisefuerher liegt die Regenwahrscheinlichkeit fuer Delhi im Maerz bei einem Tag – dieser war heute! Es regnete den ganzen Tag und so war auch die Sightseeing-Tour im Auto bei beschlagenen Scheiben nicht wirklich aufregend. Die trockene Stunde am Nachmittag schlenderten wir durch die engen Basare in Old-Delhi, sehr zur Verwunderung aller Einheimischen. Touristen oder Europaer waren nicht vor Ort.
Trotz unserer zahlreichen Tipps vor Betruegereien und so weiter sind auch wir nicht davon verschont geblieben. Bisher haben wir lediglich eine Menge Zeit, Geld und Nerven in Delhi gelassen. Sicher war uns das vor Antritt der Reise bewusst, aber was uns am meisten stoert ist, dass unsere Wuensche und Anweisungen an Rikscha-Fahrer usw. rigoros ignoriert werden. Wir dachten, Istanbul war ein gutes Training, aber das hier ist frustrierend.
Jetzt warten wir auf unsere Zugtickets und auf Besserung der Lage…
(der 300 Pfund schwere Internetcafebesitzer pupst in einer Tour hinter uns, daher verabschieden wir uns jetzt)
Viele Gruesse ans ach so schoene Germany.
Christian + Mandy
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